Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und muß mit der Nahrung zugeführt werden. Erst in unserem Körper wird aus einer Vitamin D Vorstufe mit Hilfe von Licht in der Haut das eigentlich wirksame Vitamin D gebildet.

Vor allem unser Fettgewebe ist der Speicherort von Vitamin D.

Durch unsere Ernährung und unsere Lebensumstände, Aufenthalt in geschlossenen Räumen ohne Sonneneinstrahlung und Benutzung von Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor, kann unser Körper schon längst nicht mehr die notwendigen Vitamin D Spiegel herstellen. Im Laufe unseres Lebens erwerben wir so oft einen Vitamin D Mangelzustand, der unentdeckt bleibt.

Zur Zeit gibt es intensive Forschungen über die Bedeutung von Vitamin D, weil einige Forschergruppen die Wichtigkeit dieses Vitamins außerhalb des Knochenstoffwechsels erkannt haben. Sie fanden heraus , dass Vitamin D u.a. eine wichtige Rolle spielt bei  der Gebrechlichkeit von alten Menschen, bei der Behandlung von Tumorkrankheiten, bei der Behandlung von Muskelkrankheiten und bei psychischen / psychiatrischen Krankheitsbildern. Sie fordern sogar, dass die Bezeichnung Vitamin in den Begriff Hormon überführt werden soll, da dieses Vitamin so vielfältige Funktionen in unserem Körper wahrnimmt.

Bisher wird Vitamin D  nur bei der Vorbeugung der Rachitis bei Säuglingen und der Behandlung der Osteoporose bei der älteren Frau als Kassenleistung übernommen.

 

Die Bestimmung des Vitamin D Spiegels und die Behandlung mit Vitamin D ist dennoch bei folgenden Erkrankungen sinnvoll:

- Erschöpfungszustand körperlicher und seelischer Art

- Muskelschmerzen unklaren Ursprungs

- zunehmende Kraftlosigkeit im Alter

- Fallneigung des alten Menschen

- Lebensumstände, die mit wenig Aufenthalt im Freien und ungesunder
  Lebensweise einhergehen

- Hautkrankheiten, die eine intensive Sonneneinstrahlung verbieten

 

Leider wird auch die Bestimmung des Vitamin D Spiegels nicht von den Krankenkassen übernommen und bleibt somit eine individuelle Gesundheitsleistung, die nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet wird.

Bestimmte Krankenkassen übernehmen aber die anfänglichen Therapiekosten mit Vitamin D. Es lohnt sich also auf jeden Fall, diese Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse anzufragen.